Aufforderung zur Herstellung eines fairen Vertragszustandes mit der Ärztekammer ohne überzogene Zugeständnisse
Sehr geehrter Herr Präsident
Die Verhandlungen zwischen Ärztekammer und Sozialversicherung der Gewerbetreibenden haben zum unerfreulichen Ergebnis eines vertragslosen Zustandes geführt. Leicht erkennbar verwendet die Ärztekammer dieses Druckmittel um über die dadurch böswillig verursachten wirtschaftlichen Probleme von Selbständigen insbesondere im kleinstbetrieblichen Umfeld ihre überdurchschnittlich hohen Forderungen gegenüber der SVA durchzusetzen.
Der Aufruf der Ärztekammer an die niedergelassenen Ärzte, die bereits jetzt zum Teil deutlich über dem Schnitt aller Kassen liegenden Verrechnungssätze ohne Berücksichtigung der eCard und nochmals deutlich erhöht in Bar einzuheben ist an Zynismus gegenüber den Familien und Kindern der gewerblichen Versicherten kaum mehr zu überbieten.
Unbeachtet der naheliegenden Vermutung daß die Verantwortung für den jetzigen unerfreulichen Zustand nicht bei einer Partei alleine zu suchen sein dürfte sind die von Ihnen, Herr Präsident, geleiteten beiden Vertretungen der gewerblichen Wirtschaftstreibenden nun gefordert, weiterhin auf einem fairen, mit anderen Kassentarifen vergleichbaren Verrechnungssystem zu bestehen, dieses gut zu argumentieren und sich keinesfalls zu überzogenen Zugeständnissen hinreißen zu lassen, welche über dem Umweg von Beitragserhöhungen wieder die Familien der Versicherten zu tragen hätten.
Sie sind gefordert, alle rechtlichen und politischen Mittel auszuschöpfen um einen fairen Zustand herzustellen, und gleichzeitig für entsprechende Unterstützung der gewerblichen Versicherten und ihrer Familien zu sorgen um diese Phase unbeschadet zu überstehen.
Mit freundlichen Grüssen
Otto Handle, Ronald Psaier
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